Technik

der Blick auf die Uhr...
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Für Fahrgäste und Betriebspersonal ist im Verkehrsablauf der Blick auf die Uhr von großer Bedeutung. Für das zeitgleiche "Laufen" aller Bahnhofsuhren sorgten in Berlin die ausgestellten Uhrenzentralen. Die der BVG war in dieser Form in der Trebbiner Straße bis 1970 in Betrieb. Sie wurde im Museum aus noch brauchbaren Teilen der ehemals vier vorhandenen Zentralen, die während des Krieges zerstört wurden, zusammengebaut. Von den großen Uhrenschränken gingen alle 30 sec Impulse aus, welche die ohne Uhrwerk ausgestatteten Bahnhofsuhren steuerten. Eine Uhrenzentrale der BVB ist in diesem Raum ebenfalls aufgestellt. Von ihrem ehemaligen Standort in der Rosa-Luxemburg-Str. in Mitte regelte sie die Uhrzeit der Ost-Berliner U-Bahnstrecken, der dortigen Hauptverwaltung sowie des Magistrates. Sie war bis 1989 in Betrieb. In diesem Ausstellungsraum wird weiterhin ein kleiner Überblick verschiedener Arbeitswerkzeuge der Bahnmeistereien gegeben. Diese Geräte vermitteln einen Eindruck von der schweren handwerklichen Arbeit bei der Wartung und Instandhaltung des U-Bahn-Fahrweges. Für die notwendige Fahrschienenschmierung in Kurven mit einem Radius unter 300 m sind hier die Schaltelemente zu sehen, die die Flanken der Fahrschiene im Außenbogen schmierten.

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An der Wand über diesen Exponaten sind verschiedene Lampen der Gleisbauer und Streckenläufer ausgestellt. Es sind Karbid-, Petroleum- und Batterielampen zu sehen. Eine Auswahl verschiedener Streckendatenschilder aus dem U-Bahntunnel sind ebenfalls an dieser Wand dargestellt. Zwischen der Stromschiene und der notwendigen Halterung sind Isolatoren angebracht. Ein Querschnitt verschiedener Stromschienenformen und Isolatoren des Klein- und Großprofiles ist in der Mitte des Ausstellungsraumes aufgebaut. Zum Themenkreis der Fahrstromversorgung zählen unter anderem die dargestellten unterschiedlichen Stromschienenabdeckungen aus Holz und Plastik im Großprofil der Berliner U-Bahn. Damit im Notfall vom Personal ein entsprechender Abschnitt stromlos gemacht werden kann, werden Kurzschließer verwendet. Für Groß- und Kleinprofil gibt es unterschiedliche Bauformen dieser Geräte, mit denen eine direkte Verbindung zwischen Stromschiene und Fahrschiene hergestellt werden kann. Der dadurch erzeugte Kurzschluss löst anschließend den Streckenschalter im Gleichrichterwerk für das Ausschalten des Stroms aus.

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