Zugdienst

die Bedienungshandlungen eines Zugabfertigers...

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Vor Eintritt in diesen Raum werden die Besucher auf dem Flur bereits über eine Fernsehkamera aufgenommen, die einen Bildausschnitt auf einen Monitor im angrenzenden Raum überträgt, der Bestandteil des Zugabfertigerpodestes vom U-Bahnhof "Augsburger Straße" von 1965 bis 1985 war. Die Bedienungshandlungen eines Zugabfertigers lassen sich von diesem Podest aus anschaulich erläutern.037Direkt daneben kann ein Eindruck von der spartanischen Ausstattung eines Dienstraumes der Zugabfertiger aus den 50iger Jahren gewonnen werden.

Zu diesem Arbeitsplatz gehörten u.a. ein kleines Schreibpult, Schlüsselkasten, Feuerlöscher, Abfertigungsstab ("Kelle"), Kurzschließer sowie ein Bahndienstfernsprecher. Das Handfunkgerät erhielten die Zugabfertiger erst in den 70er Jahren.

In den gegenüberliegenden verglasten Schränken ist eine kleine Sammlung historischer Dienstkleidungen von BVB und BVG ausgestellt. In diesem Zusammenhang ist auch - links neben den Vitrinen - eine Auswahl, von ehemaligen Dienstabzeichen für Jacken und Mützen zu sehen, die beispielsweise zu früheren Zeiten den Fahrmeister vom Zugabfertiger oder den Oberverkehrsmeister vom Zugfahrer unterschieden.

Ein mechanischer Fahrscheingeber gehört ebenso zu den Ausstellungsstücken wie zwei Fahrscheinentwerter der BVB. Das Verkaufsfenster der Fahrscheinausgabe befand sich ursprünglich auf dem U-Bhf. "Heidelberger Platz". Als Zeitzeugen aus dem früheren Bahnhofsbau sind in diesem Ausstellungsraum drei Kacheln/Fliesen als architektonische Ausstattungsschmuckstücke zu sehen:

  • Schmuckkachel mit Flügelrad aus der Vorhalle des U-Bahnhofs Theodor-Heuss-Platz. Herstellung in den ehemaligen Königlichen Preussischen Majolika-Werkstätten Cadinen.
  • Schmuckkachel aus dem westlichen Treppenaufgang des U-Bahnhofs "Uhlandstrasse", Einbau 1913.
  • Originalfliese vom U-Bhf. "Potsdamer Platz", Erstbau 1902, Umbau 1907

 

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