Linienstellwerk

erste Version einer Stellwerksfernsteuerung...

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Das Linienstellwerk der U9 (Abk. LStw) stand bis zum August 2007 auf dem U-Bhf. Berliner Str. und diente zur Fernsteuerung der 6 Stellwerke auf der U9. Bereits 1972 in Betrieb genommen, war es die erste Version einer Stellwerksfernsteuerung. Die Stellwerke Osloer Str. (mit dem Bereich Nauener Platz), Leopoldplatz, Zoologischer Garten, Berliner Str. (mit dem Bereich Güntzelstr.), Walther-Schreiber-Platz und Rathaus Steglitz konnten von den zwei Bedienplätzen oder von der Stelltafel ferngesteuert werden.image6799

Das bedeutet, dass die Zugsicherungsanlagen sich vor  Ort befanden, nicht in der Nähe des LStw, und lediglich Fernsteuer-leitungen die Stellbefehle an die örtlichen Anlagen übermittelten und die Meldungen aus der Stellwerksanlage über die Fernsteuerleitungen zurück an das LStw liefen und dann auf der Stelltafel angezeigt wurden. Daraus ergab sich die Verzögerung von ca. 6 Sekunden nach jeden Stellbefehl.

Diese neue Form der Fernsteuerung führte zu erheblichen Personaleinsparungen, da mit 2 Weichenstellern eine ganze Linie gesteuert werden konnte, wozu sonst 6 Weichensteller benötigt wurden. Inzwischen sind auch die Stellwerke der U9 an die LISI-Bedienplätze angeschlossen, so dass die Technik des LStw ausgedient hat; das LStw ging 2004 außer Betrieb. Der Transport stellte die beauftragte Umzugsfirma vor einige Probleme, die sie mit großem Engagement meisterte.

Das LStw repräsentiert die Veränderung im Zugsicherungsdienst der frühen 70er Jahre und wird heute in einem eigenen Raum präsentiert.

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