Die Bauart A3


die Ablösung der Vorkriegsfahrzeuge...947 auf Wa

Ende der 50er Jahre wurde auch im Kleinprofil die Ablösung der Vorkriegsfahrzeuge mittelfristig notwendig. Eine Vielzahl von Wagen war bereits bis zu 40 Jahre im Einsatz. Durch die sehr günstigen Erfahrungen mit dem Großprofiltyp D wurden die Fahrzeugkonfiguration und die Aufteilung der technischen Apparate in diesen Wagen  übernommen. Entsprechend den Betriebsverhältnissen können 2-, 4-, 6- und 8-Wagenzüge gebildet werden. Die kleinste fahrbare Einheit (2 Wagen) ist ein Doppeltriebwagen (DTW). Die A3-Züge ähneln äußerlich sehr dem "großen Bruder" aus dem Großprofil, auch wenn die Abmessungen entsprechend geringer ausfielen.  1960/61 wurden 16 Wagen als Vorausserie geliefert (Bauart A3/60). Zwischen 1964 und 1966  wurden weitere 92 Wagen in Stahlbauweise beschafft mit der Bezeichnung  A3/64 bzw. A3/66. Nach der Inbetriebnahme konnten eine Vielzahl der AI-Wagen ausgesondert werden. Noch 1966 wurden 8 Wagen in Leichtmetallbauweise (A3L66) beschafft. Diese bewährten sich, so dass 1967/68 weitere 90 Wagen (A3L67) beschafft wurden. Damit konnten die restlichen AI-Wagen abgelöst werden. Zwischen 1971 und 1973 wurden weitere 138 Wagen (A3L71) beschafft, die auch die AII-Wagen überflüssig machten.

Nach der Außerdienststellung der letzten AII-Wagen im April 1973 konnte das westliche Kleinprofilnetz dann typenrein
mit A3- und A3L- Zügen betrieben werden. Erst 1982 erfolgte die Beschaffung weiterer Fahrzeuge, die jedoch technisch bereits erheblich moderner waren, als die Züge der 60er und 70er Jahre. Die 16 neuen Wagen erhielten statt des bisher angewendeten Schaltwerkantriebes die sog. Gleichstromsteller oder Thyristorsteuerung. Optisch waren die als Typ A3L82 bezeichneten Wagen den Großprofilfahrzeugen vom Typ F angeglichen, konnten jedoch auch mit den älteren A3 Wagen freizügig gekuppelt werden. Wiederum weitere 10 Jahre später bestand, aufgrund der neuen Anforderungen an die U-Bahn nach der Wiedervereinigung Berlins, der Bedarf an weiteren modernen Kleinprofilfahrzeugen. Dementsprechend erhielt die BVG ab 1993 insgesamt 51 hochmoderne Doppel-triebwagen der Bauart A3L 92. Sie besaßen die nun bereits bewährte Drehstromantriebstechnik. Auch die Gestaltung des Fahrgastraumes entsprach dem der Großprofilfahrzeuge vom Typ F 90, während die bis 1983 gebauten Züge noch die bekannte Verkleidung mit braunem Holzimitat besaßen. Im Gegensatz zu den Großprofilzügen verfügten alle Kleinprofilzüge über die traditionellen Längsbänke. Die Züge vom Typ A3L 92 waren bereits werkseitig mit der Ausrüstung zur Zugfahrerselbstabfertigung ausgestattet, während die älteren A3-Züge erst zwischen 1995 und 1999 entsprechend umgebaut wurden (optisch-akustische Warnanlage, Einbau Türöffner).

 
Datenblatt zum Herunterladen: pdf

Verschiedene Wagen sind in der Zwischenzeit nach Unfällen und technischen Schäden ausgemustert worden. Einige konnten abgegeben werden oder  für innerbetriebliche Zwecke verwendet werden. Von 2002 bis 2005 wurden 28 Doppeltriebwagen (DTW) der Stahlbauart für einen weiteren Einsatz von ca. 16 Jahren ertüchtigt (A3-64/66E). Der Einsatz des DTW 940/941 endete am 25.02.2007. Er war der letzte Vertreter der Stahlbauart und wird als historischer Zug aufgehoben. Ab 2008 erhielt der größte Teil der Wagen des Typs A3L71 eine Generalinstandsetzung mit Inspektion in der  Hauptwerkstatt Seestraße.

Übersicht Historische Fahrzeuge Typ A3


Fzg - Nr.: Baujahr Lieferung  Wagenkastenlieferant Bemerkungen
940 1964 ? Orenstein & Koppel seit 1989 historischer Wagen, z.Zt. nicht einsatzfähig

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