Ausgangspunkt für die Entstehung der Berliner U-Bahn um die Jahrhundertwende war die Erfindung der Dynamo-Maschine als Mittel zur Erzeugung beliebig großer elektrischer Energie. 

Werner von Siemens war es, dem diese große Erfinderleistung gelang. Er war aber nicht nur Erfinder, sondern auch Ingenieur, der für seine Erfindungen stets gleich praktische Anwendungsgebiete suchte und auch fand. 

Werner von Siemens dachte damals schon an die Erbauung einer elektrischen Bahn, die als Hochbahn durch die Straßen von Berlin fahren sollte.

Der Hoch- und Untergrundbahn-Gedanke stieß dagegen in Berlin noch für längere Zeit auf große Schwierigkeiten. Eine ganze Reihe von Projekten wurde abgelehnt.

Der Bau der Berliner U-Bahn begann mit dem ersten Spatenstich für die Viaduktfundamente der Hochbahnstrecke am 10.September 1896 in der Gitschiner Straße, 
ein Teil der heutigen Berliner U-Bahnlinie U1 (Warschauer-Straße - Uhlandstraße 

Mit dem Aufbau der Stahlkonstruktion konnte am 1. Juni 1897 begonnen werden. Trotz vielfältiger Schwierigkeiten waren die gesamten Bauarbeiten nach einer Bauzeit von etwa fünfeinhalb Jahren beendet.

Die Arbeiten an der ersten Tunnelstrecke des Berliner U-Bahn-Netzes begannen in der Tauentzienstraße im Sommer 1900. Die Tunnelbaustelle wurde in später "Berliner Bauweise" genannten Bauart erstellt.
Hierbei wurden in einer offenen Baugrube, deren Seitenwände aus Trägerbohlwänden ( Stahlträger mit Holzbohlen ) gebildet wurden, nacheinander die Sohle, die Wände und Stützen sowie die Decke errichtet.

Auch heute stellt der Tunnelbau die Baufachleute in einigen Teilen Berlins noch vor größere Probleme, wie zum Beispiel - bei der Unterquerung der Spree und der Havel durch die Linie U7.
Hier wurde die Senkkasten - (Caisson) - Bauweise angewandt. Der Bahnhof Altstadt Spandau wurde als erster Berliner U-Bahnhof in der Senkkastenbauweise erstellt.

Beim Bau der Linien U7 und U8 wurde bereits viermal der Schildvortrieb beim Unterqueren von Bahnanlagen und Häuserblocks angewandt.
 
Den zurzeit letzten Einsatz des Schildvortriebs gab es auf der Linie U55, das erste Teilstück der zur Zeit im Bau befindlichen Verlängerung der Linie U5 vom Alexanderplatz bis zum Hauptbahnhof.
Auch das zweite Teilstück vom Alexanderplatz aus wird nach dem Bahnhof Berliner Rathaus im Schildvortrieb erstellt.


Berliner U-Bahnbau Daten zum Herunterladen: pdf

  

  

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